Exkursion Klasse 10 - Reportage

von Frau Lindig

Exkursion nach Rom – Reportage

Eine sehr aufregende Woche in Rom liegt hinter uns. Wir haben viel erlebt – von anstrengenden Fußmärschen quer durch Rom bis hin zu Nächten im Freien. Aber fangen wir von vorne an.

Nach 18 anstrengenden Stunden Busfahrt mit leidenschaftlicher Musik von Justin Bieber, Freiwild und diverse Techno kamen wir endlich in Italiens Hauptstadt an. Total begeistert von der Landschaft und überwältigt von der Wärme, standen wir vor unseren Bungalows, aber ohne Schlüssel. Also haben wir das Gelände erkundet, nur um festzustellen, dass der Pool noch geschlossen und der Fußballplatz nicht zu gebrauchen ist. Als wir endlich unsere Häuser beziehen durften, bemerkten wir, dass weder Toilettenpapier, noch Lappen, Fit, Salz oder Pfeffer vorhanden waren. Aber wir abgehärteten Thüringer ließen uns davon nicht unterkriegen und die erste kurze Nacht ging schnell vorbei.

Nach dem viel zu zeitigen Frühstück am ersten Morgen kamen alle pünktlich am Bus an. In der überfüllten Metro versuchte jeder, nicht den Überblick, und vor allem die Gruppe zu verlieren. Endlich wieder im Freien machten wir uns auf den Weg zu einem der Wahrzeichen Roms – dem Petersdom. Viele erklommen die Kuppel der gewaltigen Kirche. Der Weg nach oben war fast schon abenteuerlich, aber die Aussicht war die ganze Mühe wert. Wieder unten am Treffpunkt angekommen, lauerten unzählige Powerbank- und Selfie-Stick- Verkäufer auf uns. Nachdem wir auch diese erfolgreich abgewimmelt hatten und eine Pause in einem der vielen kleinen Restaurants machten, trafen wir uns am Castel Sant‘ Angelo. Die meisten Schüler genossen aber lieber den Schatten im Innenhof der Engelsburg, anstatt das Gebäude zu erkunden. Trotz des riesigen Kulturschocks machten wir uns auf einen scheinbar endlosen Marsch zum Vierström-Brunnen auf. Von dort aus ging es weiter in Richtung Pantheon und Kolosseum. Mit der Metro fuhren wir von hier wieder in unsere Wohnanlage. Abends gab es dann noch selbstgemachtes Essen. Auch diese Nacht verlief ruhig und ohne Komplikationen mit dem Hausmeister.

Am nächsten Tag besichtigten wir die von Herrn Schwarze angepriesene römische Hafenstadt Ostia Antica. Dort hielten wir uns selbstverständlich alle an die Regeln und verließen „nie“ die Wege oder kletterten in den Ruinen. Im Amphitheater zeigten sich die Schüler von ihrer besten Seite und applaudierten solidarisch den fremden Klassen aus anderen Ländern, die genau wie unsere Gruppe Vorträge über den alten Hafen hielten. Dann ging es auch schon zurück zum Bus, um wieder in Roms Innenstadt zu fahren. Hier liefen wir von der Piazza del Popolo zur Spanischen Treppe, von der wir dank einer Absperrung äußerst viel gesehen haben. Die nächste Sehenswürdigkeit, die wir besichtigten, war der Trevi-Brunnen. Viele warfen eine Münze ins Wasser, in der Hoffnung, einmal nach Rom zurückzukehren, wie es die Legende besagt. Nach etwas Freizeit trafen wir uns wieder am Pantheon. Jetzt führte uns der gewohnte Weg zur Metrostation am Kolosseum und anschließend zu unseren Bungalows, in denen wir entspannt den Tag ausklingen ließen.

Dann brach schon der letzte Morgen an. Hektisch wurden die Taschen gepackt und endlich das Geschirr abgewaschen. Nach einem kurzen Frühstück begaben wir uns wieder in die Stadt. Ein Teil der Schüler besichtigte die Schreibmaschine, die wir bis jetzt immer nur andächtig aus der Ferne betrachtet hatten. Der Rest genoss die Freizeit, bis sich alle am wahrscheinlich bekanntesten Bauwerk Roms trafen, dem Kolosseum. Im Inneren bestaunten wir die architektonische Meisterleistung der alten Römer und schossen das ein oder andere Foto. Am Ausgang des riesigen Gebäudes hieß es dann Abschied nehmen von der eindrucksvollen Stadt. Mit der Metro fuhren wir ein letztes Mal zu unserer Haltestelle Fermi. Da angekommen stellten wir fest, dass die Tür unseres Busses sich nicht mehr schließen ließ und deswegen ganz spartanisch mit einem Seil festgebunden war. Auch unsere Frontscheibe hatte sich dem italienische Flair angepasst und splitterte kurz, da einer der Busfahrer das Mikrofon aufgrund einer Vollbremsung nicht mehr halten konnten. Ansonsten überstanden alle die anstrengende Rückreise ohne größere Probleme. Am Freitagmorgen trafen beide Busse in Eisenberg ein, wo uns unsere Eltern schon sehnlichst erwarteten.

Hier endete unsere spannende Reise in das weit entfernte Italien. Auch wenn erst einmal der verpasste Schlaf nachgeholt werden musste, kam am nächsten Montag jeder gesund und munter in der Schule an, um auf eine weitere spannende Schulwoche vorauszublicken.

 

Von Kilian Birth & Linda Schwarte

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